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  Trauen Sie Ihrem Kind mehr zu - Zumutungen schaffen Mut !
12. Dezember  2017

Der Grundstein für das Selbstwertgefühl unserer Kids wird in den ersten sechs Lebensjahren gelegt. Die Erfahrungen, die sie in diesen Jahren machen, prägen das Selbstwertgefühl entscheidend.

Kinder begreifen durch eigene Erfahrungen. Dazu brauchen sie das Vertrauen ihrer Eltern und Gelegenheiten, neue Dinge auszuprobieren und Fehler zu machen. Oft verunsichern gerade alleinerziehende Mütter und Väter ihre Kinder durch übertriebene Fürsorge und Ängstlichkeit und nehmen ihnen so das Selbstvertrauen.

„Selbstvertrauen erwächst aus einem Gefühl der Zugehörigkeit, dem Glauben an das eigene Können und dem Wissen, dass unsere Bemühungen wertvoll sind und geschätzt werden“, so die amerikanische Familien-Therapeutin Jane Nelson.

Es gibt viele Wege wie Mütter und Väter das Selbstvertrauen Ihrer Kids fördern können. Zu den wichtigsten gehört:

Geben Sie Ihrem Kind Freiraum, damit es sich traut. Auch wenn es am Anfang sicher schwerfällt: Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, neue Wege zu gehen. Kleine Herausforderungen sind wichtig, um sich später auch den größeren stellen zu können. Geben Sie altersgemäßen Wünschen nach mehr Freiraum nach, z.B. allein auf den Spielplatz gehen, mal eine Stunde alleine zu Hause bleiben, selber bezahlen. Dabei muss Ihr Nachwuchs auch lernen, sich an Absprachen zu halten, wie z.B. zu einer bestimmten Uhrzeit zu Hause zu sein. Lassen Sie die Zügel locker, aber nicht los.

Machen Sie Ihrem Kind Mut. Stärken Sie seine Fähigkeiten, für sich selbst und seine Taten Verantwortung zu übernehmen. Entwicklung heißt schließlich auch, sich Tag für Tag von der Abhängigkeit der Eltern freizumachen, damit später ein selbstständiges Leben möglich wird. Dazu gehört z.B. das Taschengeld selbst einzuteilen, ein Haustier zu versorgen.

Lob belohnt die Aufgabe, Ermutigung die Person.

Ermutigung heißt Fortschritt anzuerkennen, nicht nur Erfolg. Wenn also Ihr Kindergartenkind versucht, seine Jackenknöpfe zu schließen, sagen Sie nicht „Lass mich das machen“, sondern etwa: „Du hast dich wirklich angestrengt und gleich hast du es geschafft!“

Lob kann einem Kind das Gefühl vermitteln, dass es nur dann gut ist, wenn es etwas perfekt gemacht hat. Ermutigung dagegen erkennt auch einfache Bemühungen an. „Erklär mir mal dein Bild. Ich sehe, dass du Violett magst!“ ist besser als auszurufen: „Das ist das schönste Bild, das ich je gesehen habe!“  

No Risk No Fun

Auch wenn es die Möglichkeit des Versagens gibt – ohne Risiko besteht keine Aussicht auf Erfolg. Lassen Sie Ihr Kind in einem bestimmten Rahmen experimentieren und unterdrücken Sie den Drang, ihm zu helfen. Wenn Sie ihm die Dinge ständig aus der Hand nehmen (z.B. beim Ausprobieren eines neuen Spielzeugs) frustrieren Sie es nur und verstärken seine Abhängigkeit, anstatt das Selbstvertrauen zu fördern. Wichtig: Wenn dabei etwas schiefgeht, ermuntern Sie es, nachzudenken, was es beim nächsten Mal anders machen kann. Auf diese Weise kann das Kind verstehen, dass es auch in Ordnung ist, Fehler zu machen, ohne dass das Selbstvertrauen darunter leidet. 

Quellen: Elternwissen.com/babycenter.de

 

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